Die Schwabenkinder
Handlung und Hintergrund des Theaterstücks “Die Schwabenkinder”
„Schwabenkinder“ – Ein berührendes Drama nach Autorin Claudia Lang-Forcher:
Das Lechtal zählt bis in die 1950er Jahre zu den ärmsten Regionen Tirols.
Die karge Landwirtschaft reichte oft nicht aus, um kinderreiche Familien zu ernähren. Für viele blieb daher nur der schwere Schritt, das Lechtal zu verlassen. Dies war besonders hart für jene Kinder, die Jahr für Jahr ins „Schwabenland“ geschickt wurden, um dort unter harten Bedingungen zu arbeiten und so den Lebensunterhalt von Ihnen selbst und das ihrer Familien zu sichern.
Vor diesem historischen Hintergrund erzählt das Stück „Schwabenkinder“ von Claudia Lang-Forcher die eindringliche Geschichte einer Lechtaler Familie, die stellvertretend für viele notleidende Tiroler Familien um 1900 steht.
Im Mittelpunkt des Stückes steht eine Mutter, die ein Adoptionsansuchen aus Deutschland erhält.
Sie wird vor eine nahezu unmögliche Entscheidung gestellt. Sie soll ihr geliebtes Kind in die Armut des Lechtals zurückholen, oder ihm durch die Adoption eine Zukunft in Wohlstand und mit guter Schulbildung ermöglichen!
Der innere Konflikt, die verzweifelte Hoffnung und die bedingungslose Liebe einer Mutter machen dieses Werk zu einem packenden, emotionalen und gleichzeitig historisch bedeutsamen Theatererlebnis.
Mehr dazu möchten wir aber nicht verraten, lassen Sie sich von dieser bewegenden Geschichte mitreißen und genießen Sie einen eindrucksvollen und unvergesslichen Theaterabend auf der Geierwally-Bühne in Elbigenalp.
Veranstaltungsort "Die Schwabenkinder im Lechtal":
Das Stück findet wie gewohnt in der überdachten Freilichtbühne in Elbigenalp statt.
Die romantische Felsenkulisse der „Bernhardsschlucht“ verleiht den Stücken der Theaterbühne immer wieder einen besonderen Schliff und einen eigenen Charakter.
Karten sind online und auch an der Abendkasse erhältlich, siehe Ticketreservierung.
Die Schwabenkinder in der Wunderkammer nicht vergessen!
Bitte nicht Vergessen und beachten Sie, beim Kauf einer Karte zum Stück ist der Eintritt in die Wunderkammer in Elbigenalp inkludiert.
Sollten Sie die Wunderkammer in Elbigenalp vorab besuchen wollen, so legen Sie die Karte oder auch den Zahlungsbeleg bzw. die Reservierungsbestätigung beim Besuch dort einfach vor.
Die Autorin "Die Schwabenkinder" auf der Gayerwally-Bühne im Naturpark-Lechtal:
Wer ist Claudia Lang-Forcher?
Ein Blick hinter die Frau, die das Lechtaler Theater geprägt hat.
Claudia Lang-Forcher ist eine Persönlichkeit, die man schwer in wenige Worte zusammenfassen kann. Jahrgang 1953, ausgebildete Theaterpädagogin, Regisseurin, Schauspielerin, Autorin, Mutter von vier Kindern und inzwischen elffacher Großmutter.
All das beschreibt sie, aber es erklärt nicht, was sie ausmacht.
Ihren prägenden Ursprung findet man im elterlichen Gasthaus, wo sie zwischen Geschichten, harter Arbeit und einer oft rauen Lebensrealität aufwuchs. Diese frühen Erfahrungen haben sie sensibel gemacht für die leisen Töne des Lebens und für jene Menschen, deren Stimmen man nicht immer hört.
Doch Claudia Lang-Forcher ist keine, die schweigen würde. Sie stellt Fragen, fordert Veränderungen und nutzt dafür die Bühne als ihren stärksten Ausdrucksort.
Theater ist für sie nicht bloß Unterhaltung, es ist ein Raum für Heilung, für Ehrlichkeit, für Magie.
Besonders das Schicksal von Frauen und Kindern in Tirol zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Schaffen.
Ihr erstes eigenes Stück, „Schwabenkinder“, wurde zu einem eindrucksvollen Denkmal für jene Kinder, die aus Not in die Fremde geschickt wurden.
Ihre Figuren zeichnet sie dabei mit großer Wahrhaftigkeit und emotionaler Tiefe.
Eine besondere Verbindung zur Theaterbühne in Elbigenalp verbindet sie mit dem legendären Bühnenstück „Geierwally“ und der darin enthaltenen Hauptbühnenfigur die Geierwally. Eine Geschichte der Lechtaler Malerin Anna Stainer-Knittel. Mehrfach verkörperte Lang-Forcher die Rolle auf der Bühne und gründete vor über zwanzig Jahren gemeinsam mit Weggefährten die Geierwally Freilichtbühne in Elbigenalp.
Viele Jahre prägte sie als Autorin, Regisseurin, Schauspielerin und künstlerische Leiterin maßgeblich das kreative Geschehen.
Bis heute stammen 19 Theaterstücke aus ihrer Feder, die allesamt mit großem Erfolg aufgeführt wurden.
Claudia Lang-Forcher ist damit weit mehr als nur eine Theaterfrau, Sie ist eine Gestalterin, eine Erzählerin und eine, die dem Lechtal und seinen Geschichten eine Stimme gegeben hat, die weit über das Tal hinaus klingt.
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